Angst ist kein Defekt
Angst ist kein Fehler Sie ist ein Schutzsystem, das überaktiv geworden ist.
Grübeln ist ein Versuch, Kontrolle zu gewinnen. Sie versuchen zu verstehen, vorauszudenken und Probleme gedanklich zu lösen. Doch je mehr Sie analysieren, desto stärker wird die innere Anspannung.
Der Angstkreislauf

Eine Situation löst eine Sorge aus.
Der Gedanke erwartet das schlimmste Szenario.
Der Körper reagiert (Anspannung, erhöhte Wachsamkeit).
Das Grübeln versucht zu beruhigen – hält das Alarmsystem jedoch aktiv.
Das Gehirn unterscheidet nicht immer klar zwischen einer realen und einer vorgestellten Bedrohung.
Der Körper bleibt dadurch im Alarmzustand.
Woher kommt diese Angst?
Je nach Situation kann sie zusammenhängen mit:
- frühen Schemata (Angst vor Versagen, Verletzlichkeit, hohe Selbstansprüche)
- einem schützenden inneren Anteil, der Gefahr vermeiden möchte
- einem Nervensystem, das überempfindlich geworden ist
In jedem Fall folgt Angst einer inneren Logik.
Und diese Logik zu verstehen kann bereits etwas verändern.
Woran wir gemeinsam arbeiten
Die Begleitung kombiniert mehrere Ansätze:
- Kognitive Verhaltenstherapie (KVT): ängstliche Gedanken erkennen und überprüfen
- Körperregulation: die Aktivierung des Nervensystems reduzieren
- Achtsamkeit (Mindfulness): Gedanken beobachten, ohne sich mit ihnen zu identifizieren
- Schematherapie: zugrunde liegende Muster verstehen
- Kreative Methoden, wenn sie für Sie passend sind
Was Sie erwarten können
Oft reduziert sich die Intensität bereits in den ersten Sitzungen, wenn der Angstkreislauf verständlich wird.
Mit der Zeit können Sie:
- die Häufigkeit des Grübelns verringern
- Ihre Toleranz gegenüber Unsicherheit erhöhen
- mehr emotionale Stabilität zurückgewinnen
Das Ziel ist nicht, Angst vollständig zu beseitigen, sondern sie wieder angemessen und regulierbar werden zu lassen.
