Ein integrativer, emotionszentrierter Ansatz

Meine therapeutische Arbeit basiert auf einem integrativen Ansatz mit einer Grundlage in der Kognitiven Verhaltenstherapie (KVT).
Gemeinsam versuchen wir genau zu verstehen, was eine Schwierigkeit aufrechterhält, wie sich ein emotionales System im Laufe der Zeit organisiert hat und wie gezielt und konkret daran gearbeitet werden kann.
Ich arbeite nicht strikt nach festen Protokollen.
Der Rahmen ist klar strukturiert, doch die Arbeit passt sich Ihrer individuellen Situation an.
Die Emotionen im Zentrum
Angst, Wut, Scham, Schuld oder Traurigkeit sind keine Fehler.
Sie erfüllen eine Funktion.
Die Schwierigkeit liegt meist nicht in der Emotion selbst, sondern darin, wie mit ihr umgegangen wird:
- Vermeidung
- übermäßige Kontrolle
- Grübeln
- Überanpassung
- Rückzug
Die therapeutische Arbeit besteht darin:
- Gedanken, Emotionen und Reaktionen voneinander zu unterscheiden
- zu verstehen, was ausgelöst wird
- die Fähigkeit zur emotionalen Regulation wiederherzustellen
Eine verstandene Emotion wird beweglicher und besser regulierbar.
Wiederholungen verstehen
Manche Reaktionen wirken übermäßig stark oder automatisch.
Man weiß, dass die aktuelle Situation diese Intensität eigentlich nicht vollständig erklärt – und dennoch kehrt sie immer wieder zurück.
Ich integriere Methoden aus der Schematherapie und dem IFS-Modell (Internal Family Systems), um zu erforschen:
- welche inneren Anteile aktiviert werden
- welche Ängste berührt werden
- welche emotionalen Bedürfnisse möglicherweise unerfüllt geblieben sind
So kann eine vertiefte Arbeit entstehen, ohne die Struktur der KVT zu verlieren.
Imagination und Arbeit mit emotionalen Brücken
Wenn rationales Verstehen allein nicht ausreicht, können Imaginationsübungen oder therapeutische Hypnose eingesetzt werden.
Es geht dabei nicht darum, die Vergangenheit unvermittelt erneut zu durchleben.
Vielmehr geht es darum zu verstehen, wie sich bestimmte emotionale Muster entwickelt haben.
Die Arbeit kann beinhalten:
- emotionale Erfahrungen im gegenwärtigen Moment zu unterstützen
- Bedürfnisse zu erkennen, die früher nicht ausreichend gesehen wurden
- mit dem betroffenen verletzlichen Anteil zu arbeiten
Das Ziel ist, dass dieser Anteil nicht in einer vergangenen Situation „eingefroren“ bleibt.
Er kann sich im heutigen Kontext neu organisieren, getragen von einer stabileren inneren Position.
Körper und Regulation
Emotionen haben auch eine physiologische Dimension.
Wenn das Nervensystem stark aktiviert ist, wird reflektiertes Denken schwierig.
Die therapeutische Arbeit kann daher auch umfassen:
- Methoden zur emotionalen Regulation
- verhaltensorientierte Übungen
- Achtsamkeit, wenn sie sinnvoll ist
Meditation kann dabei als Werkzeug zur Stabilisierung und zur inneren Distanz gegenüber Gedanken genutzt werden.
Bild, Perspektive und Veränderung des Blicks
Ich arbeite außerdem als Fotografin und Grafikdesignerin.
Die Arbeit mit Bildern beeinflusst meine therapeutische Haltung.
Fotografie bedeutet, zu lernen zu beobachten, ohne zu schnell zu interpretieren, mit Licht und Schatten zu arbeiten und wahrzunehmen, was sich zeigt.
In der Therapie kann ein veränderter Blickwinkel eine Erfahrung oft tiefer verändern als eine reine Erklärung.
Wenn es zu Ihrer Arbeitsweise passt, können auch kreative Zugänge genutzt werden, um emotionale Prozesse zu unterstützen.
Eine strukturierte und zugleich lebendige Therapie
Der Rahmen ist klar.
Doch die Arbeit selbst bleibt flexibel.
Wir orientieren uns an dem, was sich in der Sitzung tatsächlich zeigt.
Manchmal entwickelt sich das Gespräch anders als geplant.
Wir arbeiten mit dem, was im Moment aktiviert ist.
Das Ziel ist eine nachhaltige Veränderung darin, wie Sie Ihre Emotionen verstehen, erleben und regulieren
Professionelles Engagement
Ich engagiere mich kontinuierlich in:
- regelmäßiger klinischer Supervision
- kollegialem Austausch (Intervision)
- kontinuierlicher Weiterbildung
Diese Praxis gewährleistet:
- eine reflektierte therapeutische Perspektive
- regelmäßige Selbstüberprüfung
- aktualisierte fachliche Kenntnisse
- einen hohen klinischen Qualitätsanspruch
Ich bin Mitglied des Pi-Psy-Netzwerks, das aus dem Labor für Gehirnplastizität (CNRS / ESPCI Paris) hervorgegangen ist und sich der Weiterentwicklung kognitiv-behavioraler Therapieansätze widmet.
Diese Anbindung steht für eine therapeutische Praxis, die sich an aktuellen Erkenntnissen der klinischen Psychologie und der Neurowissenschaften orientiert.
Wenn Sie Ihr inneres Funktionieren besser verstehen und daran in der Tiefe arbeiten möchten, lade ich Sie ein, einen Termin zu vereinbaren.
